MUSTANG
Mustang liegt nördlich der Himalaya-Hauptkette
auf dem sog. „Dach der Welt“, bildet eine geografische Einheit mit Tibet, gehört jedoch politisch zu
Nepal.
Dieses entlegene Land ist sehr reich an Kultur und Geschichte, es hatte bis zur Abschaffung der
Monarchie in Nepal einen eigenen König.
Nach der Besetzung Tibets durch China wurde Mustang auf Grund seiner speziellen Grenzlage hermetisch abgeschlossen. Das führte zu weitgreifenden
Einschnitten in der wirtschaftlichen Entwicklung.
Erst seit 1992 geschah eine vorsichtige Öffnung.
Die Bevölkerung litt und leidet noch unter der Abgeschiedenheit und der Verarmung. Sie möchten
einerseits ihre Traditionen bewahren und andererseits Anschluss an das 21. Jahrhundert finden.
Schulbildung und Gesundheitsfürsorge sind dabei
zentrale Anliegen.
Inzwischen ist Mustang auch per
Jeep zu erreichen.
GREAT COMPASSION SAKYAPA MONASTIC SCHOOL
Die 1994 als Boarding School (Internat mit Verpflegung) gegründete Schule
umfasst heute rund 71 Schüler und Studenten, die
aus ganz Mustang sowie aus dem benachbarten Distrikten kommen und zumeist aus sehr bedürftigen
Familien sind. Der Schulbesuch ist frei.
Die Schule ist offiziell vom nepalesischen Staat anerkannt. Ziel ist es den Jungen neben einer guten
Allgemeinbildung entsprechend dem nepalesischen
Lehrplan fundierte religiöse Kenntnisse des tibetischen Buddhismus zu vermitteln, überlieferte Traditionen zu pflegen und weiterzugeben.
2004 wurde das College angeschlossen, so dass
heutzutage auch eine weiterführende, vertiefte
Ausbildung eines buddhistischen Religionsstudiums
in Lo-Manthang absolviert werden kann.
Die Schule ist offen geführt, die Schüler können jederzeit das Kloster verlassen, einen weltlichen Beruf ergreifen und heiraten.
Die Zahl der Schüler und Mönche beläuft sich auf rund 100.
KLOSTERSCHÜLER IN DER MONASTIC SCHOOL
LAMA CHHENDEN
ZIEL DER UNTERSTÜTZUNG
Die „Great Compassion Sakyapa Monastic School“
ist für ganz Mustang von grosser Bedeutung. Sie
bietet einerseits den Schülern modernen Unterricht,
aber darüber hinaus ist sie für die Bevölkerung eine
Quelle der eigenen Religion, Kultur und Sprache
und somit ein wichtiger Bezugspunkt im täglichen
Leben für alle.
TENCHI FESTIVAL
KHENPO KUNGKA TENZING UND LAMA CHHENDEN
Beide sind aus Upper Mustang gebürtig und haben
ihre Ausbildung in einem Kloster in Indien gemacht, weil es damals in Lo-Manthang noch nicht möglich war.
Im Jahr 2004 übernahm Khenpo Kungka Tenzing
relativ jung die verantwortungsvolle Aufgabe des
Abtes des Klosters Choede in Lo-Manthang (Khenpo
ist der Titel für einen abgeschlossenen Abschnitt in einem buddhistischen Studium) und führt seitdem
das Kloster.
Lama Chhenden arbeitet seit vielen Jahren im Kloster, hat viel Erfahrung in der Herstellung von Sandmandalas und leitete zuletzt die Bauarbeiten im
Kloster in Lo-Manthang.
KHENPO KUNGKA TENZING UND LAMA CHHENDEN
Khenpo Kungka Tenzing und Lama Chhenden sind
in die Schweiz gekommen, um auf die Klosterschule
aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu
bitten.
Mit Ihrer Spende können weitere Schulplätze geschaffen und dringend benötigtes Lehr- und Lernmaterial besorgt werden. Es fehlt vor allem auch
an Möblierung (Schulbänke und Tische) in der sog.
Winterschule, an Schulmaterial, aber auch an warmer
Kleidung.
Bis Ende 2021 fand der Schulunterricht
während des Winters in den Schlafräumen statt, die
Schüler sassen dabei auf den Betten.
Inzwischen
konnten einfache Unterrichtsgebäude im Hof des
Klosters errichtet werden.
Die Zusammenarbeit mit dem Schulverein begann
1999 und ist sehr konstruktiv. Der Schulverein ist als
gemeinnützig anerkannt.
Schulverein Lo-Manthang
CH 4312 Magden
Info@lo-manthang.ch
www.lo-manthang.ch